Greifswald befindet sich zwischen Stralsund und der Insel Usedom, am Greifswalder Bodden. Die Ostseeküste ist nur wenige Kilometer entfernt. Die alte Universitäts- und Hansestadt konnte sich ihr historisches Stadtbild erhalten, was auch dem Immobilienmarkt in Greifswald interessante Perspektiven eröffnet.
Greifswald wurde im 13. Jahrhundert als Kaufmanns- und Handwerkersiedlung gegründet, welche vom nahen Kloster Eldena verwaltet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Greifswald im Jahre 1248 als "oppidum gripheswald". 1278 trat Greifswald der Hanse bei. Die Ernst-Moritz-Arndt Universität wurde 1456 gegründet und gilt als zweitälteste Bildungseinrichtung dieser Art in Deutschland. An der Universität sind 12 000 Studenten eingeschrieben.
Die Greifswalder Altstadt erstreckt sich um den Marktplatz, welcher von schmucken Bürgerhäusern aus mehreren Jahrhunderten gesäumt wird. Das Rathaus gilt als Musterbeispiel der gotischen Backsteinarchitektur. Östlich des Marktes erhebt sich der Dom St. Nikolai. Ein Blick von der barocken Turmhaube verschafft Touristen einen ersten Überblick über die Stadt. Der Innenraum des Gotteshauses wurde im neogotischen Stil gestaltet. Beachtung verdienen Gemälde des 15. Jahrhunderts. Als Greifwalds ältester Sakralbau gilt die Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert. Die dreischiffige Hallenkirche wird im Volksmund auch "Dicke Marie" genannt und verfügt über Grabmäler des 14. bis 18. Jahrhunderts und eine reich verzierte Renaissance-Kanzel.
Das Pommersche Landesmuseum ist in vier historischen Gebäuden untergebracht und gibt einen Einblick in die 14 000jährige Geschichte Pommerns. Dem berühmtesten Sohn Greifswalds, dem Maler Caspar David Friedrich, sind eine multimediale Ausstellung sowie ein Rundweg durch die Stadt gewidmet.
Seinen ganz eigenen Charme besitzt das ehemalige Fischerdorf Wieck, welches über alte Fischerkaten und hübsch restaurierte Kapitänshäuser verfügt. Zu einem Wahrzeichen Greifswalds geworden ist die im holländische Stil erbaute hölzerne Klappbrücke. Am Hafen werden Bootsfahrten über den Greifswalder Bodden angeboten.
Im östlichen Stadtteil Eldena erhebt sich die Ruine der 1199 gegründeten Zisterzienserabtei, welche nach Plünderungen im 17. Jahrhundert aufgegeben wurde. Sehenswert sind die 1827 von Peter Joseph Lenné angelegten Gartenanlagen, welche das Kloster umgeben.