Das Gebiet wurde erstmals 1700 v. Chr. von Menschen besiedelt. Dies ist auf den sogenannten Pavenstädter Riesenbecher zurückzuführen, der heute im Museum für Archäologie in Münster ausgestellt wird. Die tonhaltige Schüssel fasst ganze 12 Liter und ist somit das größte Funstück Westfalens. Im Jahre 1184 wurde Gütersloh erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtrechte bekam die damalige Ortschaft am 14. November 1825 von König Friedrich Wilhelm III. zugesprochen.
Rund 20 Jahre später wurde der Hauptbahnhof fertiggestellt und eröffnet. Während des zweiten Weltkrieges wurde die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertrieben und in Konzentrationslager einquartiert. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben. Außerdem wurde von der Wehrmacht zum einen der Flughafen Gütersloh und zum anderen eine Luftnachrichtenkaserne gebaut. Nach Ende des Krieges wurde Stadt von der Britischen Rheinarmee übernommen.
Geografische Lage
Das Stadtgebiet ist in der Emssandebene und nordöstlich der Westfälischen Bucht zu finden. Südwestlich liegt der Teutoburger Wald. Der höchste Punkt ist mit 105 Meter im Stadtteil Friedrichsdorf gekennzeichnet. Im östlichen und westlichen Teil wird der Ort außerdem vom Fluss Dalke durchquert. Bei einer Fläche von 111,99 Quadratkilometer nehmen Wiesen, Äcker und Siedlungen je rund ein Drittel ein. Mit Hollen, Isselhorst, Niehorst, Avenwedde, Spexard, Ebbesloh und Friedrichsdorf besitzt Gütersloh insgesamt sieben Nachbargemeinden. Zudem gliedern sich fünf Bauernschaften hinzu. In der Nähe sind Städte wie Bielefeld, Steinhagen, Verl und Rietberg zu erreichen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bis 2003 diente die Paul-Thöne-Halle als Theater. Aus Sicherheitsgründen wurde diese dann geschlossen und nach mehreren Bürgerentscheiden und Versammlungen am 13. März 2010 das neue Theater eröffnet. Hier finden 530 Menschen Plätze. Darüber hinaus können mit dem Stadtmuseum Gütersloh, dem Miele-Museum und dem Westfälischen Kleinbahn- und Dampflokmuseum einige Museen besucht werden. Entspannende Spaziergänge können im Botanischen Garten und in den drei Naturschutzgebieten unternommen werden. Letztendlich wird mit historischen Bauwerken wie der Apostelkirche und der Martin-Luther-Kirche eine gelungene Sightseeing-Tour abgeschlossen.