
Manche behaupten, der Name Halle sei auf die germanische oder keltische Bedeutung des Wortes Salz zurück zu führen. Andere bestreiten dies vehement. Tatsache jedoch ist, dass Halle an der Saale sehr wohl etwas mit Salz zu tun hat und die Tradition des Salzsiedens noch heute in der "Saline" gepflegt wird.
"Halloren und Hallunken" nennt man die Einheimischen scherzhaft. Auf die beiden größten Söhne der Stadt, den Komponisten Georg Friedrich Händel und den ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher mag das wohl nur bedingt zutreffen.
An den großen Komponisten erinnert ein Denkmal auf dem Halleschen Marktplatz, das zu einem beliebten Treffpunkt wurde. Wer sich auf dem Markt verabredet, der trifft sich am Händel. Die Festspiele mit den Namen des Komponisten haben Weltruhm erlangt und locken jedes Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt in die Stadt an der Saale. Für kulturelle Höhepunkte sorgen ebenso Theater, Kleinkunstbühnen und das jährlich im Sommer stattfindende Laternenfest auf der Peißnitz Insel.
Auch die "Halloren-Kugeln" aus Deutschlands ältester Schokoladenfabrik erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Zwei Burgen kann die Stadt an der Saale aufweisen. Burg Giebichenstein, von der einst Ludwig der Springer durch einen kühnen Sprung in den Fluss geflohen sein soll, und die Moritzburg.
Wie viele andere Städte in der ehemaligen DDR war auch Halle dem langsamen Verfall preisgegeben. Die historische Bausubstanz schien verloren und am Stadtrand wurden hastig Neubaugebiete aus dem Boden gestampft, die mit Architektur wenig gemein hatten und einzige Zweckbauten waren.
Nach der Wende hat sich das Bild Halles gewandelt. Die Innenstadt erhielt ein neues Gesicht. Die alten ehrwürdigen Häuser und Einrichtungen wurden saniert, so dass es wieder Freude macht, durch Halles Zentrum zu bummeln. Roter Turm und Märkerstraße, der Boulevard mit dem Leipziger Turm oder der Bahnhof, unter dessen grauer Fassade ein Kleinod zum Vorschein kam, um nur einiges zu nennen, was sich in Halle anzusehen lohnt.