Erste Siedlungsspuren des Stadtgebiets gehen auf die Jungsteinzeit zurück. Ingolstadt wurde unter dem Namen "villa Ingoldesstat" am 6. Februar 806 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurden die Stadt- sowie Münzrechte verliehen. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelszentrum, vor allem in Sachen Wein, Bier und Salz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Gebiet von Schweden in Form von Gustav II. Adolf belagert.
Während des ersten Weltkriegs ist Ingolstadt von bis zu 40.000 Soldaten besetzt worden, es wurden Kriegsgefangenenlager und drei Lazarette errichtet. Zu dieser Zeit wurden außerdem berühmte Personen wie Charles de Gaulle (Präsident von Frankreich) und Michail Nikolajewitsch (sowjetischer Marshall) festgehalten. Als der Wiederaufbau im Jahre 1945 begann, wurde der Ort als Wirtschaftsstadt ausgezeichnet. 1989 konnte sich Ingolstadt schließlich wieder Universitäts- und Großstadt nennen.
Geografische Lage
Das Stadtgebiet ist mit einer Größe von 133,35 Quadratkilometer flächenmäßig die viertgrößte Stadt im Bundesland Bayern. Dabei hat die Stadtgrenze eine Länge von 70 Kilometer. Der höchste Punkt Ingolstadts ist mit 410,87 Meter im Stadtteil Pettenhofen zu finden. Weiterhin durchfließt die Donau den Ort auf einer Länge von 14,2 Kilometer. Die Stadt selbst ist in zwölf Bezirke unterteilt. Die Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen an der Ilm und Neuburg-Schrobenhausen grenzen mit insgesamt 13 Gemeinden an das Stadtgebiet. Letztendlich kann das Klima im Sommer feuchtwarm und im Winter recht kühl bezeichnet werden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das ehemalige Stadttheater wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, sodass erst 1966 ein neues Theater in Betrieb genommen werden konnte. In den jährlich 500 stattfindenden Vorstellungen haben 663 Besucher platz. Das Stadtmuseum Ingolstadt, Bayerische Armeemuseum, Deutsche Medizinhistorische Museum und das Museum für konkrete Kunst sind nur einige Beispiele der zahlreichen Museen des Gebietes. Historische Bauwerke wie die Moritzkirche, der Herzogskasten, das Gnadenthalkloster und der Taschenturm laden immer wieder zu umfangreichen Besichtigungs-Touren ein. Letztendlich lässt sich im Klenzepark bei einem Spaziergang die blühende Natur genießen.